Loddin, dessen urkundlicher Name Loddino erstmals im Jahr 1270 erwähnt wurde, ist ein alter slawischer Fischer- und Bauernort. Der Name leitet sich von der slawischen Bezeichnung Lodde – für Lachs – ab und bedeutet soviel wie "Dorf an der Lachsbucht". Erste Siedlungen von südslawischen Stämmen der Circipanen und Litutizen gab es im Gebiet zwischen Ostsee und Achterwasser aber schon im 7. Jahrhundert. Bereits sie nutzten die reichen Fischgründe im Brackwasser zwischen Ostsee und Peenestrom. Im Jahre 1610 findet ein Ort Colpin (colpa, der Schwan) nahe Loddin Erwähnung, dieser wurde aber im Dreißigjährigen Krieg bis auf die Grundmauern niedergebrannt und geplündert.

Loddin ging 1720 als Staatsgut in den Besitz des Königreichs Preußen über, nach der Märzrevolution 1848 wurde das Land dann aber unter den Bauern verteilt. In dieser Zeit entstand auch der Ortsteil Stubbenfelde - ein Bauer bekam ein abgeholztes Waldstück und
nannte es fortan sein "Stubbenfeld" (Stubben, norddeutsch für Baumstumpf). Ende des 19. Jahrhunderts, mit Beginn der Bäderkultur und dem beginnenden Badetourismus, ist mit Kölpinsee der dritte Ortsteil gegründet worden. Zwar erinnert der Name an den historischen Ort Colpin, einen Bezug zu dessen (unbekannter) Lage hat das heutige Kölpinsee aber nicht. 1911 erhielt Loddin mit den Haltepunkten in Kölpinsee und Stubbenfelde einen Eisenbahnanschluss, wichtig für die touristische Entwicklung des Ortes. Der kleine Badeort entwickelte sich in den 20er und 30er Jahren zunehmend zum Treffpunkt bekannter Persönlichkeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die bestehenden Hotels verstaatlicht und zudem einige FDGB-Feriensiedlungen angelegt. Heute finden sich neben den neu eröffneten Hotels und Restaurants auch ein Rehabilitationszentrum, eine Mutter-Kind-Klinik und therapeutische Einrichtungen sowie ein Campingplatz in der Gemeinde.
Usedom ist die östlichste und nach Rügen zweitgrößte deutsche Insel. Die durchschnittlich 1917 Sonnenstunden im Jahr haben ihr den Beinamen Sonneninsel verschafft. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist der Tourismus der bedeutendste Wirtschaftszweig auf der Insel. Die 42 Kilometer Ostseestrand sind seitdem der Urlaubermagnet Nummer 1.

Der bis zu 70m breite Strand mit seinem feinen, weißen Sand erstreckt sich vom Norden der Insel bei Pennemünde bis nach Swinemünde in Polen im Süden. Die Landschaft und Architektur auf dem Weg von Nord nach Süd ist vielfältig – Steilküsten und
Dünenwälle, Seebrücken und Bäderarchitektur – Usedom bietet für jeden Geschmack etwas. Die herrliche Natur lässt sich hervorragend mit dem Boot, per Fahrrad oder zu Fuß – z.B. auf dem an der Küste verlaufenden, gut ausgebautem Rad– und Wanderweg – erkunden. Neben erholsamer Ruhe macht das ausgezeichnet wohltuende Klima und die präventive sowie regenerationsfördernde jod– und sauerstoffreiche Luft, die Insel Usedom zur ersten Adresse für Gesundheitsbewußte. Aber auch für den Erlebnishungrigen hat die Insel viel zu bieten. Die drei Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin laden mit ihrer berühmten Bäderarchitektur geradezu zum Promenieren und Flanieren ein. Daneben finden über das ganze Jahr auf der gesamten Insel viele kulturelle Veranstaltungen und faszinierende Events statt. Sie wollen Ihr Glück einmal auf die Probe stellen? "Rien ne va plus." heißt es allabendlich in der Spielbank Heringsdorf. Für geschichtlich und technisch Interessierte ist sicherlich ein Besuch im Historisch-Technischen Informationszentrum Peenemünde informativ.









